Die Basis für deine Traumreise

Alex: Liebe Kerstin, schön, dass du deinen Weg ins „Wenn, dann Reisen“-Interview gefunden hast! Bevor wir tiefer in dein Thema einsteigen, stell‘ dich doch einmal kurz vor und lass uns wissen, was du treibst und was dich dazu bewegt hat, heute hier mit uns zu sprechen.

Kerstin: Mein Name ist Kerstin Wiesauer und ich bin Umsetzungsexpertin. Das heißt ich unterstütze andere dabei, vom Träumen ins Tun zu kommen und sich auf dem Weg zu ihren Zielen nicht von den eigenen Blockaden ausbremsen zu lassen. Vor 3 Jahren habe ich mir selbst einen meiner großen Träume erfüllt und bin für 8 Monate nach New York gezogen. Davor war ich schon ein paar Mal auf Urlaub in meiner Lieblingsstadt, aber ich wollte richtig dort leben. Mit Arbeiten, Einkaufen im Supermarkt, Wäsche waschen, Fortgehen am Wochenende … und allem was dazu gehört. Und es war die beste Entscheidung meines Lebens, diesen Traum in die Tat umzusetzen. Ich bin dabei über mich selbst hinausgewachsen und kann seitdem gar nicht mehr damit aufhören, mir genau das Leben zu erschaffen, das ich liebe. Und dabei helfe ich auch meinen Klientinnen und Klienten.

Wow! Acht Monate in News York klingen wirklich toll. Gab es im Hinblick auf die Vorbereitung für diesen Schritt vielleicht auch bei dir persönlich eine Art „Hindernis“ oder eine kleine Blockade, die du überwinden musstest, um diesen Schritt zu machen bzw. deinen Traum zu leben? Wenn ja, welche war das?

Ja klar. Ich hatte schon als kleines Mädchen von New York geträumt und mein Kinderzimmer mit Bildern aus dem Reisekatalog tapeziert. Das heißt es war wirklich ein großer Traum von mir. Dennoch habe ich jahrelang gewartet, bevor ich ihn mir erfüllt habe. Drei Wochen Urlaub in meiner Lieblingsstadt waren doch noch mal etwas anderes als richtig dort zu leben. Mich hat damals vor allem die Größe meines Vorhabens abgeschreckt. Das Ganze kam mir wie der Mount Everest vor. Ich sah gar nicht bis zur Spitze. Deshalb hab ich meine Schritte zum Ziel einfach von hinten zu planen angefangen. Nach dem Motto: Ich lebe in New York. Was war der Schritt, den ich davor gemacht habe? Und davor? Und davor? Das hab ich so lange gemacht, bis ich bei einem allerersten Schritt angekommen bin, den ich sofort erledigen konnte. Diese Art der Zielplanung hat mir die Angst vor der Größe meines Traumes genommen. Und der positive Nebeneffekt davon war: Ich bin nicht wie ein Frosch von Seerosenblatt zu Seerosenblatt einmal in diese Richtung und dann wieder dorthin gehüpft, sondern ich wusste ganz genau, dass mich die kleine Aufgabe, die ich heute erledige, in ein paar Monaten nach New York bringen wird.

Klingt nach einer sinnvollen Strategie. Also würdest du quasi sagen, dass es im ersten Schritt wirklich wichtig ist, die eigene Vision klar zu formulieren und in realistische Unterschritte einzuteilen, um letztlich zum Ziel zu gelangen. Jetzt gibt’s aber doch auch sicher, wenn du mit dienen Freunden oder deiner Familie darüber gesprochen hast, immer wieder jene, die dir davon abraten oder es für ein Hirngespinst halten. Wie gehst du damit um bzw. wie bist du damit umgegangen? Und: Welche Rolle spielt das direkte Umfeld bei der Verwirklichung des eigenen Traums?

Eine glasklare Vision ist das Allerwichtigste, wenn man ein Ziel erreichen möchte. Und zwar mit allen Details. Ich habe mir zum Beispiel einen Traumtag in New York vorgestellt, von der Früh bis zum Abend. Wann wache ich auf? Klingelt der Wecker oder wache ich von selbst auf? Was sehe ich als erstes? Was tue ich als erstes? … So bin ich meinen Traumtag Minute für Minute durchgegangen und habe mich so richtig hineingefühlt. Das hat mich immer wieder motiviert, vor allem in Zeiten, wo ich einen Durchhänger hatte. Aber es hat natürlich auch meinen Traum geschärft und mir ganz genau gezeigt, was ich wirklich will. Zum Glück haben meine engsten Freunde und Familienmitglieder mich in meinem Vorhaben unterstützt. Doch ich habe vor meiner Abreise nach New York auch meinen Job in Wien gekündigt und das ist manches Mal auf Unverständnis gestoßen. Da hat mir geholfen, mich immer wieder auf mich zu besinnen, mir einen ruhigen Moment zu gönnen und zu überlegen, was ich selbst will und wo es in den ganzen gutgemeinten Ratschlägen von außen noch vorkommt. So bin ich immer wieder auf MEINEN Weg zurück gekommen. Natürlich spielt das Umfeld eine entscheidende Rolle bei der Verwirklichung der eigenen Träume. Wir sind ja ein Durchschnitt jener 5 Menschen, mit denen wir am meisten Zeit verbringen. Und wenn diese nicht an dich und deinen Traum glauben und dich herunterziehen statt emporzuheben und zu ermutigen, dann ist es umso schwerer vom Träumen ins Tun zu kommen. Das Gute ist, dass es heute so viele Online-Communities zu Reisen gibt, dass man sich immer Menschen suchen kann, die den eigenen Weg verstehen und vielleicht sogar schon selbst gegangen sind.

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Lebte acht Monate in New York und verwirklichte sich so ihren großen Taum: Umsetzungsexpertin Kerstin Wiesauer

Heißt also vereinfacht ausgedrückt: Wir sollten uns haarklein jede Situation vorstellen, die wir erleben möchten, um das Gefühl zu erzeugen, als würden wir es schon erleben. Super Idee! Ich persönlich hab mich auf meine Weltreise ähnlich vorbereitet – und es hat funktioniert. Wenn aber jemand neben einem möglicherweise „belastenden“ Umfeld sein Leben lang hinderliche Glaubenssätze aufgesogen hat… Was würdest du ihm besonders im Hinblick auf den „Traum von der eigenen Weltreise“ oder ähnlichem raten, um diese loszuwerden bzw. dich positivere und hilfreiche Glaubenssätze zu ersetzen?

Genau, das funktioniert tatsächlich. Wenn du dich nämlich jeden Tag in deine großartige Vision hineinversetzt, dann fühlt es sich so an, als ob du deinen Traum schon heute leben würdest, und dein Unterbewusstsein wird dich automatisch auf Dinge hinweisen, wie du diese Vorstellung in die Tat umsetzen kannst. Auf unserem Weg zum Ziel ist es aber leider meist so, dass wir uns selbst immer wieder ausbremsen und hinderliche Glaubenssätze, die wir vielleicht schon seit unserer Kindheit mit uns herumschleppen, stehen da meistens ganz oben auf der Liste der Blockaden. Der erste und wichtigste Schritt, um sie loszulassen und zu verändern, ist, diese überhaupt wahrzunehmen. Meistens sind unsere Glaubenssätze mit Gefühlen verbunden. Ein toller Weg diesen auf die Schliche zu kommen, ist daher, in Situationen, in denen wir traurig, wütend, ängstlich … sind, zu überlegen, was wir kurz davor gedacht haben. Wenn du dieses Gefühl dann ins Gegenteil umkehrst, dann ergibt sich meist auch ein neuer, positiver und stärkender Glaubenssatz. Es ist ja so, dass wir nicht nicht an etwas denken können. Der berühmte rosarote Elefant sozusagen. Die Lösung ist, dass du statt deinem alten negativen Glaubenssatz möglichst oft deinen neuen stärkenden Glaubenssatz denkst. Und das muss geübt werden. So oft, bis dein Hirn automatisch den neuen Glaubenssatz nimmt. Um Glaubenssätze zu bearbeiten liebe ich auch die Methode von Byron Katie, wo du dir anschaust, ob das, was du denkst, mit Sicherheit wahr ist und wer du ohne diesen Gedanken wärst. Diese Fragen lassen mich immer wieder erkennen, wenn ich mich in Vermutungen verstricke.

Würde ich auf jeden Fall unterschreiben. Bleibt nur noch die Frage: Wie geht man im besten Fall mit neu entstehenden Glaubenssätzen um, die mir durch eben jenes destruktive Umfeld quasi eingetrichtert werden? Würdest du sagen, dass es schlichtweg hilfreich ist „wegzuhören“? Wie würdest du damit umgehen?

Wäre gut, wenn Weghören so einfach wäre. Meistens nehmen wir uns die Meinung und Ratschläge der anderen aber doch zu Herzen. Glaubenssätze enstehen, wenn ich über lange Zeit immer wieder das Gleiche höre und denke. Bei neuen Gedankenmustern, die erst im Zuge der Verwirklichung deines Traumes an dich heran getragen werden, funktioniert es sehr gut, wenn du dich immer wieder fragst: Was hat das mit mir zu tun? Manchmal werden die Ratschläge der anderen einfach nur deren eigenen Ängste und Sorgen wiederspiegeln. Oder auch deren Neid, weil du etwas Großartiges vorhast und sie selbst immer noch in ihrem Leben feststecken. Und manchmal kannst du dir aus den Sorgen der anderen auch Inspirationen holen. Zum Beispiel für die Planung eines Bereiches deiner Reise, an den du bisher noch gar nicht gedacht hast.

Also auch hier würdest du sagen: Das Sinnvolle vom Unsinnigen trennen und stets den Bezug zur eigenen Person hinterfragen. Wenn sich nun jemand eine enstprechende Community suchen möchte bzw. ein neues Umfeld aufbauen will, was würdest du ihm raten: Wie finde ich gezielt Menschen, die mich bei meinem Plan unterstützen? Eben haben wir ja schon kurz über Facebook-Gruppen gesprochen. Was würdest du noch empfehlen?

Ja genau, Facebook-Gruppen sind dafür großartig. Schön finde ich aber auch die Möglichkeit, diese Online-Communities zu nutzen, um Menschen in der Nähe zu finden, mit denen man sich auch mal auf einen Kaffee trifft. Einfach eine diesbezügliche Frage ins Forum reinstellen und schauen, wer sich meldet. In meiner Stadt gibt es auch regelmäßig Vorträge von Menschen, die über ihre eigene Reise berichten. Sozusagen ein Vortrag mit Fotos. Dort ist es ebenfalls leicht, Gleichgesinnte zu finden. Ich selbst habe auch Sprachgruppen genutzt. Dafür habe ich mich einer Gruppe angeschlossen, die sich einmal im Monat traf, um miteinander Englisch zu sprechen. Dort waren natürlich auch einige Reisewütige versammelt.

Ist denn eine „Online-Communiity“ gleichwertig mit einer „Real-Life“-Gruppe oder gibt es da rein psychologisch betrachtet doch noch Unterschiede, was den Einfluss angeht?

Ich beobachte an mir selbst und an meinen Klientinnen, dass wir bei jedem Traum, den wir in die Tat umsetzen, ein Stück über uns hinauswachsen. Ziele zu erreichen macht süchtig. Denn das stolze Gefühl, wenn du endlich dort angekommen bist, wo du hin wolltest und du es aus eigener Kraft geschafft hast, ist einfach unbeschreiblich. Der größte Unterschied ist wahrscheinlich, dass Menschen, die ihre Träume bereits leben, trotz zitternder Knie immer wieder den ersten Schritt hin zu einem neuen Ziel machen. Denn sie wissen, dass ihre Angst sie darauf hinweist, dass sie gerade dabei sind, eine neue Ebene zu erreichen. Dann gibt es noch die „Ängste“, die uns unser Komfortzonenhüter schickt, um uns weiterhin in Sicherheit zu halten. Das sind dann aber meist Projektionen und Vermutungen über eine Worst-Case-Szenario. Diese beiden Arten von Angst zu unterscheiden, ist unheimlich wichtig. Und man lernt dies im Zuge der Umsetzung seiner Träume. Ganz grundlegend ist zu sagen, dass wir am Ende unseres Lebens meist die Dinge bereuen, die wir nicht getan haben. Wo wir uns nicht getraut haben, obwohl unser Herz alleine bei der Vorstellung davon schon vor Freude zum flattern anfängt. Deshalb liebe ich es, meine Klientinnen zu Umsetzungsheldinnen zu erwecken. Es bedeutet, dass sie später nichts bereuen werden.

Dinge zu tun, um es später nicht zu bereuen, sie nicht getan zu haben. Ein meiner Meinung nach wirklich maßgeblicher Punkt, seinen Träumen nachzugehen. Liebe Kerstin, wenn unsere Leserinnen und Leser einen einzigen guten Rat von dir mit auf ihren Weg nehmen könnten bezüglich der Umsetzung ihrer Traumreise – welcher wäre das?

Es wäre: Du kannst dir genau das Leben erschaffen, das du liebst. Du hast alles in dir, was du dafür brauchst. Der einzige Mensch, der dir dabei im Weg stehen kann, bist du selbst. Also komm mit deinem Hintern von der Couch hoch und rein ins Tun!

Super, bin ich voll bei dir! Danke für dieses knackige, aber wirklich intensive Interview! Wenn dich nun jemand kontaktieren, erreichen oder näher kennenlernen möchte: Über welche Plattformen geht das am besten?

Am besten über meine Webseite www.kerstinwiesauer.com. Da findet man alles über mich und meine Angebote.

Toll, dann danke ich dir für das tolle Interview und wünsche dir, liebe Leserin, lieber Leser, ganz viel Freude bei der Umsetzung deines Lebenstraums! Go for it!


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