Ich vermisse Island dann später.

30 Tage – vorbei. Einfach so. Vorbeigezogen, dahingeschmolzen und vergangen.

Ich erinnere mich, als ich vor acht Monaten daheim an der Küchetheke saß und mit Island mein großes Finale der diesjährigen Weltreise plante. Gut, damals sprach ich womöglich noch nicht von einer Weltreise, dennoch sollte Island etwas ganz besonderes für mich werden.

Und jetzt ist es vorbei. Einfach so. Vorbeigezogen, dahingeschmolzen und vergangen.

Island tut erst nachher weh. Island tut in dem Moment weh, in dem ich es zu schätzen lerne. In dem Moment, der mir sagt „Verdammt, hast du’s überhaupt ausreichend genossen?“ So wie irgendwie alles im Leben – auch wenn es ganz eklig nach einer billigen Verallgemeinerung klingen mag – nähren meine Gedanken den nicht schwindenden Eindruck, ich hätte mehr aus dieser Reise machen müssen. Mehr Aufsaugen, mehr Genießen, mehr Bilder, mehr Videos – mehr eben!

Aber: Habe ich das denn nicht?

Es überrascht mich, dass ich dieses außergewöhnliche Land mit seinen herzensguten Menschen und seinen vollkommen überzogenen Preisvorstellungen pro Nacht im Nachhinein unverhältnismäßig stark vermisse. Irgendwie mehr als die anderen Länder, die ich bereisen durfte. Aber vielleicht ist das auch nur ein Sinneseindruck. Doch Island bleibt im Gedächtnis.

Mit all seinen Menschen, die unsere Gastgeber waren. Mit all seiner verlassenen Natur, die uns das ein oder andere Mal wirklich zum Verzweifeln gebracht hat. Und mit AirBerlin, die schlichtweg unsere Koffer vergessen haben.

Irgendwie war’s bezaubernd. So bezaubernd, dass wir uns wahrscheinlich schnell an das Land der Feen und Elfen gewöhnt und seine Kälte wohl etwas unterschätzt haben.

Wenn ich an Island zurückdenke, muss ich schmunzeln. Ich muss schmunzeln, wenn ich an die kleinen Straßen der Innenstadt Reykjaviks denke. Auch dann, wenn mir unsere unglaublich liebenswerte Gastgeberin im Westen Islands in den Sinn kommt. Und mein Herz blüht noch immer beim Gedanken an die einsamen Straßen am schlafenden Wasser der Fjorde.

Ich kann kaum beschreiben, wie sehr mich dieses Land berührt hat, obwohl ich mich das ein oder andere Mal über seine Touristen echauffierte, die besonders am Süd- und Westzipfel ihr Unwesen trieben. Aber irgendwie gehörte auch das dazu.

Irgendwie gehörte alles dazu.

Irgendwie ist Island

etwas ganz

Besonderes.


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  1. Diagnose: Islandvirus – unheilbar. Wir waren zweimal relativ Kurz da – dann 5 Monate (dann brauchen wir nie wieder hin, haben alles gesehen) in 2015.
    Naja und vier Monate dieses Jahr…. und es lässt uns nicht los..

    Antworten

    1. Alex Schreiner 6. November 2017 at 22:18

      Da hast du wohl Recht. Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein!

      Antworten

  2. Wow was für ein schönes Foto! Ich war bisher noch nicht in Island, aber dort möchte ich auch unbedingt mal hin. ich habe schon so oft gehört, das es dort so schön sein soll. 🙂 Sehr gelungener Artikel.
    Ich schaue auch gleich mal auf deinem Instagramaccount vorbei und hinterlasse ein paar Likes. 🙂

    LG Pierre von Milk&Sugar

    Antworten

    1. Alex Schreiner 8. Januar 2018 at 19:07

      Danke, Pierre! Island ist großartig, versprochen. Mach‘ dich am besten gleich auf in die große, weite Welt. Es gibt so viel zu entdecken!

      Antworten

  3. Schönes Foto, tolle Landschaft. Wo genau wurde das Foto aufgenommen? Viele Grüße

    Antworten

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