Der Bauchmensch und der Kopfmensch

Der Bauchmensch und der Kopfmensch sind zwei solcher Stereotypen. Wir ordnen uns selbst gern dem Einen oder Anderen zu und identifizieren und unverzüglich als das Jenes oder Solches.

Wir seien eher spontan, heißt es dann, wenn wir uns ersterem Stereotypen zugehörig fühlen. Wir seien nicht so verkopft heißt es, wenn wir uns von den Anderen abgrenzen wollen. Oder aber wir möchten unseren ach so spontanen Lebensstil erklären, unsere Handlungen rechtfertigen oder uns aus der Affäre ziehen. Wir sind eben nicht so verkopft. So ist das eben. Mehr aus dem Bauch heraus. Das ist es, was uns ausmacht.

Oder aber wir sind Denker. Denker, Macher, Planer, Anpacker – alles, was man als Kopfmensch eben so sein kann. Und was auf den ersten Blick für den Bauchmenschen unmöglich erscheint. Wir handeln eben strategisch, kaum emotional und überhaupt ausschließlich rational. Typisch Kopfmensch.

Nur, dass es am Ende beides braucht und womöglich beides in uns steckt – das möchten wir nicht wahrhaben. Dass es bei uns nicht nur der Kopf zu sagen hat, sondern auch der Bauch und umgekehrt – das gestehen wir uns viel zu selten ein.

Dass alles, und somit auch wir als menschliche Schöpfungen, zwei, wenngleich nicht viel mehr Seiten hat… Nein. Unvorstellbar.

Die Identifikation mit dem Einen oder Anderen definiert uns. Was bliebe denn auch übrig, wenn wir uns der Versuchung hingäben und uns als ein Gemisch beider Stereotypen bezeichneten? Dann wären wir ja weder Fisch noch Fleisch.

Und doch, so durfte ich während unserer ersten Weltreise erfahren, gibt es einzig und allein die Mischung. Alles andere erachte ich als ungesund.

Erst das Anzapfen beider in uns verankerten Kompontenten, des Verstandes und des Bauchgefühls, komplettieren uns als Mensch und führen uns zum Maximum des menschlichen Lebens.

So sind wohl die spontanen Momente die schönsten, die wir erleben können. Doch wenn nichts geplant ist, ist auch nichts spontan – und umgekehrt.

Deshalb, so durfte ich über mich und die Welt lernen, ist alles bipolar. Und alles da. Und alles in Ordnung.

Deshalb gönne ich mir beide Varianten: Planung und Spontanität, Kopf und Bauch, Liebe und Angst, Wasser und Wein.

Weil alles irgendwie zusammengehört. Und das Eine ohne das Andere nicht sein kann.


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