Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

Lasst mich in Ruhe! Schneidet euch verdammt nochmal ins eigene Fleisch! Und verpisst euch vom Euter meiner Mutter.

Ihr habt dort nichts verloren. Ich begrapsche auch nicht die Titten eurer Mum. Weil euch das anekeln und aggressiv stimmen würde. Ganz einfach. Weil es nicht nicht gehört.

Aber ihr, ihr seid noch perverser. Ihr zapft die ganze Milch raus. Milch, die für mich bestimmt war.

Und dann seid ihr so bescheuert und trinkt das Zeug. Dass ich nicht lache. Ihr könntet auch flüssigen Zement trinken, das wäre genauso gesund. Aber das Beste kommt erst noch: Einige unter euch haben es geschafft, das Zeug als gesund zu verkaufen und an den Mann zu bringen. Euer Ernst? Ihr seid schon krass.

Und wisst ihr, wenn ich mal auf eurem Teller lande – was ganz bestimmt schon bald der Fall ist – wird mein Fleisch euch weiter vergiften. Weil ihr mich füttert, als wäre ich ein alter Dieselmotor. Mit etlichen Pestiziden und Antibiotika.

Doch es sei euch gegönnt. Denn ich leide nur kurze Zeit – und bin anschließend tot. Ich blute nur kurz aus. Ihr hingegen schickt euch ein Leben lang selbst in den Tod.

Je mehr ihr von mir esst. Je mehr meiner Geschwister ihr abtransportiert, je mehr ihr meine Mutter zum Weinen bringt, desto mehr schadet ihr euch selbst. Das wisst ihr genau. Aber wir sind ja ach so schmackhaft.

Ganz ehrlich, es sei euch gegönnt, wenn euch mal ein Wolf zwischen die Zähne bekommt. Dann würdet ihr wissen, wie all das ist. Eure Mutter würde ein Leben lang trauern, den Wolf würdet ihr als pervers bezeichnen und mit aller Aggression abschießen wollen. Und das zeigt nur noch deutlicher eure Schizophrenie.

Warum lasst ihr uns nicht in Ruhe? Wir haben euch nie etwas getan. Und doch behandelt ihr uns wie Hitler die Juden. Die Qual ist dieselbe. Aber hey, mit uns kann man’s ja machen. Wir können ja nicht sprechen. Sind von minderem Wert. Letztlich nur eine Ware, die ihr in überquellenden Lastern über eure Autobahnen schickt – für etwa sechs Euro das Stück.

Meistens esst ihr euch dann an uns krank. Und schimpft auf die Industrie. Aber das witzigste daran ist: Es ist eure kranke Industrie, die euch Zugang zu unserem für euch ungesunden Fleisch verschafft.

Dieselbe Industrie, die uns hier in Europa abschlachtet tut koreanischen Hunden exakt dasselbe an. Aber das sendet ihr dann in euren Medien. Weil es pervers ist. Weil ihr eure Hunde ja ach so sehr liebt. Weil ein Hund der beste Freund eurer Art ist.

Wäre eigentlich ganz schön, wenn wir uns einfach alle nichts tun würden. Dann bräuchten wir keine besten Freunde, weil es keine schlimmsten Feinde gäbe.

Aber ihr habt eure Gelüste nicht unter Kontrolle. Wildert wie die Irren. Schiebt den letzten Mist in unsere Mäuler und verwehrt uns die Milch, die uns gesund machen kann. Wie verwunderlich, dass ihr euch tagtäglich krank und gelähmt fühlt.

Ach, und noch was: Es ist kein „schönes Stück Rindfleisch“. Es ist ein Leichenteil. Punkt.

Wenn ein anderes wildes Tier einen eurer Art angreift denkt ihr euch ja auch nicht: „Hey, da hat er aber einen zarten Happen Unterschenkel vor sich. Guten Appetit!“

Nein, da ist das was Anderes. Etwas ganz Anderes. Weil euer Fleisch ja mehr Wert ist. Weil es an eurem ach so tollen Gehirn hängt.

Wenn ihr wüsstet, dass ihr gar nicht so schlau seid, wie ihr immer denkt. Immerhin zerstören wir allein durch schlichtes Kollektivfurzen eure Umwelt, die einmal unsere gemeinsame war. Und dann schränkt ihr euch selbst ein. Fliegt weniger, verbietet Dieselmotoren und dreht dunkle Glühbirnen in eure Lampenschirme.

Dabei müssten wir einfach nur aufhören zu furzen! Ihr seid echt komisch. Fast schon zum Wegschreien.

Doch leider ist das für uns recht traurig. Weil ihr bei Weitem nicht das intelligenteste Lebewesen seid. Wisst ihr, was man über euch einmal sagen wird? „Ach, die Menschen. Ein Haufen Chaoten. Hielten sich für so klug, dass sie sich selbst derart zugemüllt haben, wie es besser nicht ging. Haben die Krankheiten selbst auf die Felder gesprüht, um sie anschließend zu essen. Komisches Volk.“

Künftige Generationen werden sich von euch distanzieren. Weil ihr abartig seid, geradezu eklig. Arrogant, verachtend und zerstörend.

Aber euch macht das nichts. In eurem Tunnelblick nennt ihr das Töten von anderen Lebewesen eine „natürliche Auslese“. Erklärt Kindern, dass man Fleisch essen müsse, weil es sonst eine Überbevölkerung an Schweinen und Kühen auf der Welt gäbe. Dabei sind die einzigen Lebewesen, die diese Welt überbevölkern, ihr selbst! Wieder so ein Bringer.

Und das Beste kommt noch: Ihr schafft es, selbst rein vegetarische Nationen zu den größten Fleischfressern zu machen. Ist ja auch super, so ein zusätzlicher Absatzmarkt. Und die Zukunft der Erde werdet ihr ohnehin nicht mehr miterleben. Von daher kann man’s ja machen.

Denn eure Kinder sind euch genauso egal wie ich, wenn ihr mich meiner Mama wegnehmt.

Sonst würdet ihr anders handeln. Sonst würdet ihr anders Leben. Aber wie sagt ihr so schön?

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

Ich hoffe, ich schmecke.

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