Kreative Dankarbeit

Es muss ein Privileg sein, durch die Welt zu reisen. Kreativ arbeiten zu dürfen. Sich zu entfalten. Keinen Blick auf finanzielle Abgründe werfen zu müssen. Fremde Menschen heimlich erleben zu können. In intimen Momenten, schwierigen Stunden und glückseligen Sekunden.

Es bedarf einer Freiheit, die niemand lebt, zu sich selbst zu kommen. Keinen Ängsten nachzugehen. Dinge aus Überzeugung in die Hand zu nehmen. Nicht aus Habgier. Nicht aus Zwecken der Selbstidentifikation. Sondern bloß, um aus dem stillen Kämmerlein etwas in die Welt zu tragen.

Wenn das Leben einen Wert hätte, würde ich ihn in Kunst ausdrücken. „Wie viel Kunst steckt in deinem Leben?“, würde ich die Menschen fragen. Und dann lächeln, weil sie mich nicht verstünden. Auch nicht verstehen können. Ich eine andere Sprache spreche, als sie verstehen. Sind wir doch auf einer Wellenlänge, trennen uns Welten. Und Weltbilder.

Bin ein kleiner grüner Punkt. Getaucht in ein Meer voller bunter Pinselstriche. Kannte nur meine Welt, sofern ich heimische Grenzen nie überwände.

Bin wie ein Metallic-Anstrich, der seine Farbe mit der Sonne verändert. Ändere nie meine Farbe, doch ständig meine Wirkung. Lerne stets dazu, bin nie vollkommen.

Manchmal rund, manchmal eckig. Wie Punkte so sind.

Und hier und da, wenn man sich trifft, entstehen Verbindungen. Von Punkt zu Punkt. In den buntesten Farben. Gezeichnet von stillen Malern, Poeten und Künstlern der Zeit. Wirken stets miteinander. Auch, wenn wir getrennt handeln. Gegeneinander wüten.

Wenn die Welt ihre Kunst verstände und begriffe, welche Möglichkeiten uns geschenkt. So wäre Angst vergangen, Hass begraben und Akzeptanz geboren. Toleranz gewünscht und Liebe Standard.

Wie viel Kunst steckt in deinem Leben?

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