Schlappen und Stechmücken

Herrlich. Einfach herrlich. Wie das Gummi meiner abgenutzten Kinder-Adiletten an meiner Fußsohle entlang schrappt. Es quietscht ein wenig, weil es nass ist. Nass von der Dusche, in der ich sie tragen musste. Draußen zu duschen ergab sich nicht. Nicht hier. Zwischen all den Fußball spielenden Kindern und umher düsenden Stechmücken.

Daher die Duschkabine. Der Klassiker. Ganze 75 Cent kostet mich das Vergnügen. Schon komisch, während des Säuberns am Morgen die Wasserkosten vorgerechnet zu bekommen. Irgendwie schräg.

Apropos schräg: So stand übrigens auch unser Bus in der vergangenen Nacht. Ließ sich aber auch kaum verhindern. Das Witzige daran: Das Anbraten der Zwiebeln erfolgte einzig und allein in der linken Pfannenhälfte. Die Rechte blieb sauber. Das Spülen war trotzdem Mist.

Übrigens: Beim Kochen war ich barfuß. Ja, barfuß. Ich grub meine Zehen tief in unseren Hippie-Teppich und brutzelte vor mich hin. Auffälligste Verhaltensweise meinerseits: Ich brauchte kein YouTube- oder Netflix-Video nebenbei. Das Brutzeln war Entspannung pur und absolut genug.

Und dann gibt’s da noch die bereits erwähnten Stechmücken. Frage: Darf man diese kleinen Zellhaufen einfach so erlegen? Immerhin würden sie mich auch stechen. Beispielsweise in meinen großen Zeh, wenn ich barfuß aus der Dusche komme.

Ach, da fällt mir ein: Morgen stehen wir übrigens frei – zumindest laut Plan. Dann wird zum ersten Mal frei geduscht. Zwar auch in Schlappen, aber frei. Wollen wir hoffen, dass keiner hinguckt.

Cheerio und gute Nacht.

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