2018: Lang ist’s her.

Lang ist’s her, dass der letzte Artikel das Licht der Welt erblickte. Zu viel ist passiert, was man in fernerer Zukunft als das Jahr 2018 definieren würde. Missverständnisse, Enttäuschungen, Fehlbarkeiten und Überraschungen jeder Art und Weise. Aber auch Gänsehautmomente, Abenteuerlust und Neuanfänge würden das Bild eines Jahres zeichnen, auf das ich in einigen Monaten lächelnd zurückblicken werde.

So wie immer. Im Grunde, und das gilt es zu verstehen, passiert nichts gegen uns. Sondern alles für und mit uns. Bloß dauert’s länger, Letzteres zu erkennen. Doch hat man diese Lektion einmal gelernt, lacht nicht der am besten, der zuletzt lacht. Sondern der, der sofort lacht.

Denn wer zuletzt lacht, ist ohnehin meist man selbst. Wenigstens der, der zuletzt schmunzelt. Warum also nicht sofort ein Lächeln spenden, wenn doch ohnehin alles gut ausgeht. Die Frage, die bleibt, lautet bloß: Wie lang dauert es, bis es gut ausgeht? Und Geduld ist bekanntermaßen eine Tugend.

Rückblickend war 2018 eine reine Erfolgsgeschichte – mit all seinen Höhen und Tiefen. An sich genau das, was ich und wir uns vorgenommen habe und haben. Das, was zu erwarten, zu erhoffen und wünschenswert war.

Ich glaube, viele Höhen würden wir ohne Tiefen nicht erleben. So wie Berge ohne Täler nur die Hälfte wert wären. Und eine Flut ohne Ebbe nichts besonderes sein könnte.

Vielleicht sind die Zeiten der nachdenklichen Reisetagebuch-Einträge vorbei, zumindest fühlt es sich aktuell ein wenig danach an. Doch dafür darf ebenso etwas Neues beginnen. Eine echte Mission, die auf allem aufbaut, was 2018 sowie 2017 bereit war zu schenken.

Vielleicht sind die Zeiten auf der Suche nach Einsamkeit in den Tiefen der unbevölkerten Fleckchen dieser Erde schlicht vorbei – oder nicht mehr allzu ersehnlich, wie es vor zwei Jahren noch der Fall war. Vielleicht ersetzen andere Werte jene des Ausbruchs aus gegebenen Strukturen. Vielleicht wird aus einem Ausbruch aus jenen der Wunsch nach der Erschaffung neuer. Nach einer Selbstverwirklichung, die nicht nur den Geldbeutel, sondern ebenso gesellschaftliches Zusammenleben mit Zufriedenheit füllt.

Innerhalb der letzten zwei Jahre habe ich viel gelernt. Viel geweint, viel gelacht, viel erleben müssen und viel erleben dürfen. Unheimlich inspirierende Menschen getroffen, die ich nie mehr wiedersehen werde und womöglich zahlreiche Menschen gestriffen, die mir noch oft begegnen könnten.

Mit 23 Jahren versteht man längst nicht, wie das Leben so spielt. Aber ich glaube, dass es ein gewaltig ehrliches Bauchgefühl gibt, dem es zu folgen gilt. Das die Richtung vorgibt. Das Schicksal spielen kann und spielen muss. Wenn man es denn lässt.

Es geht also weniger um Erfahrung, sondern um Erfüllung. Weniger um kluge Entscheidungen, sondern um ehrliches Bauchgefühl, aus denen es zu handeln gilt. Auch das durfte ich in 2018 lernen.

Wenn 2019 also nur halb so erfüllend, lehrreich und aufregend wie sein Vorgänger wird, ist schon viel gewonnen.

Und selbst wenn nicht, heißt es abwarten: Denn wer zuletzt lacht, lacht am besten. Und manchmal braucht es eben Geduld.

Danke, 2018.

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