Fast erwachsen

„Passiert mir nicht.“ Als Kind, Jugendlicher und, ja, gar als erwachsen geglaubter Teenager glaubte ich schlichtweg oft, dass mir bestimmte negativ, ungesund oder schlecht erscheinende Dinge nie passierten. Ich habe einen guten Schutzengel, hat meine Oma stets behauptet. Und wer weiß; möglicherweise ist was dran. Leider Gottes kenne ich den guten Kerl nicht gut genug, […]

Tick-Tack

Man sagt, Zeit sei unser kostbarstes Gut. Man könne alles wieder gewinnen, zurückholen, erneut erobern und wiederbeleben – mit Ausnahme der eigenen Lebenszeit. Man möge voller Obacht mit jener selt’nen Ressource umgehen. Sparsam sein, bewusst handeln, sie nicht vergeuden. Zeit verginge und käme nie wieder. Dabei verschlingt allein das moralgeladene Reden über Zeit und ihre Vergänglichkeit […]

Der verdammte Erfolg

Es dürften inzwischen zwei bis drei Jahre vergangen sein, seitdem ich dieses Bild zum ersten Mal zu sehen bekam. Gepostet von einem mir inzwischen Unbekannten, tauchte es in meiner Timeline auf. Genauso schnell in etwa, wie es verschwand. Doch es leistete seinen Beitrag. Seinen Beitrag zu einem Denkmuster, dessen Nachwehen ich noch rund ein Jahr später […]

Sieben Minuten

Es gibt diese magischen sieben Minuten im Leben eines Mannes. Diese sieben Minuten nach höchster Anspannung, Erregung, Anstrengung, Wagemuts, Leidenschaft und Einssein mit der Welt und der Frau, die dazu bestimmt ist, jene zu sein. Sieben Minuten, nachdem alles vollbracht, der Tod überwunden, Glück gefühlt und Liebe entflammt wurde. Sieben Minuten, in denen Adrenalin fließt […]

Edge und Enten

Wir haben kein Netz. Nun gut, kein Netz ist übertrieben. Maßlos. Es herrscht „Edge“ in Frankreichs nördlichster Pampa. Das kleine „E“ am oberen Bildschirmrand des Smartphones verrät, was los ist. Und dieses „Edge“ ist nicht gut. Zumindest heutzutage nicht. Ich erinnere mich gut an eine Situation in Hamburg: Gemeinsam mit meinem Bruder saß ich im […]

Hippiepattern

Schamhaar. Langes, wallendes Schamhaar. Das leicht aus dem Bikini guckt. An den dünnen Nylonrändern etwas absteht. Wie ungekochte Spaghetti aus dem Kochtopf. Oder wehendes Weizengras, das am Straßenrand vor sich hin wächst. Und Musik. Mit Gitarren, Ziehharmonika und kühlem Bier. Das schäumt, wenn man es öffnet und im blechernen Dosenrand still verläuft. Gut geschüttelt von […]