Terrassendanksagung

Du bist derselbe wie vor ein paar Jahren. Bist der, der predigte, wie Recht meine Lehrer hätten. Und dass in jeder dieser Aussagen ein Stückchen Wahrheit steckte.

Damals hätte ich es nie geglaubt. Heute weiß ich, dass es stimmt.

Deine Silhouette schimmert golden glänzend im dunklen Nachtlicht der Terrasse. Strahlt auf dein gerade hervorstehendes Kinn und beleuchtet die ungezähmt sprießenden Bartstoppeln.

Wissend, dass du ein erfahrener Mann. Und im Klaren darüber, wer vor mir sitzt. Ich bewundere deine Aura. Wie bestimmt und mitfühlend du mit Menschen umgehst.

Vielleicht beneide ich dich darum. Ein kleines Wenig.

Um die Fähigkeit, du selbst zu sein. Und ein bisschen darum, dich nicht verstellen zu müssen, um Gespräche zu leiten.

Um die Geschicklichkeit, Situationen einzuschätzen. Und Momente lenken zu können.

Um die Möglichkeit, aufgrund deiner Lebenserfahrung Dinge als geringe Schwierigkeiten abzutun, die mir als große Hürden entgegen treten.

Darum beneide ich dich. Im positiven Sinn.

Weil ich erkenne, wie viel ich noch lernen darf.

Dass mein Urteil falsch war.

Dass meine Einschätzung fehlschlug.

Ich dem Alpha Tier, für das ich mich hielt, nicht gewachsen bin.

Und alles gut ist, wie es ist.

Weil du da bist und ich lerne,

wer ich bin. Sein darf und mal sein kann.

Wenn ich groß bin.

Und alles läuft, wie es läuft.

Und laufen soll.

Auf meinem Weg

mit deinen Weisern. Die immer stehen,

wo ich sie brauche.

Ich danke dir,

dass du bist,

wer du bist

und für mich da.

Und für mich da.

Ich danke dir, mein Herr Papa.

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